Egon Schiele
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1917 - Egon Schiele war ein Maler, der sehr jung gestorben ist. Sein
Leben und seine Kunst sind durch seine Bilder vereint. Im
Mittelpunkt ist die Frau mit ihrem schönen Körper, den er in fast
allen Positionen in seiner Kunst gezeigt hat. Wie hier in "weiblicher
Akt liegend" von 1917. Eine reife Frau liegt auf einem weißen Tuch.
Ihr Körper ist teilweise mit diesem Tuch umhüllt. Das Gesicht hat
einen wilden Ausdruck. Sie hat lange schwarze Haare, die ihr lockig
an der Schulter herunterhängen. Die Brust dieser Frau ist erregt. Die
Beine hält sie auseinander. Hier hat Schiele einen raffinierten Zug
gemacht. Ein Teil von diesem Tuch bedeckt die Genitalien dieser
Frau. Deshalb erweckt dieses Bild Neugierigkeit, Erotik, Sexualität
und Verlangen des Betrachters.
Realismus, Einflüße aus dem Jugenstil.
Schiele, Egon, geboren in Tulln am 12.Juni 1890, gestorben in Wien am 31.Oktober 1918,
österreichischer Maler und Zeichner. - Ausgehend vom Jugendstil der "Wiener Sezession"
(Freundschaft mit G. Klimt), wandte sich Schiele mit der Gründung der "Neukunst-Gruppe" (1909)
einem psychoanalytisch visionären Expressionismus zu; vor allem erotisch-laszive Akt- und
(Selbst-)Bildnisdarstellungen sowie Landschaften in spannungsvoller, ornumentaler
Liniensprache, u.a. "Umarmung" (1917), "Die Familie" (1918, beide Wien, Österreichische
Staatsgalerie). (Meyers Neues Lexikon)
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