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Scheibe's Web-Wahnsinn

Wer suchet, der findet

Willkommen im Rotlichtviertel des Internets! Leider gibt es im Internet kein echtes, in sich abgeschottetes Rotlichtviertel, das man durch eine virtuelle Tür betreten kann und das dann rechts und links alle frivolen Angebote auf einen Blick zur Verfügung stellt. Im Gegenteil: Die einzelnen Seiten sind kreuz und quer über das ganze Web verstreut und auf den verschiedensten Servern zu finden. Es ist demnach gar nicht so einfach, sich im Sexeldorado umzuschauen, weil man sich allzu leicht verirren kann.

Die großen Suchmaschinen wie Yahoo, Excite oder AltaVista sind bei der Suche nach dem wahren Stoff leider keine allzu große Hilfe. Sie werfen ungefiltert hunderte von Links aus, die ebenso gut zu absolutem Sexschrott wie zu ge(n)i(a)len Web-Clubs führen können. Wer gezielt nach kostenlosen Angeboten sucht oder das Neueste vom Neuen sehen möchte, der kommt bei den normalen Suchmaschinen nicht immer weiter. Aber, tataaa, es gibt ja inzwischen eine große Anzahl kleiner hochspezialisierter Suchmaschinen, die sich allein um die Katalogisierung von Erotikseiten kümmern.

Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist und sich lieber mit allemannischen Webmädchen amüsiert, der ruft etwa Xlook (http://www.hlfu.de/verzeichnis//) auf. Der Suchdienst unterteilt seinen URL-Bestand in Sparten wie Softcore, Stars, FineArt, Kontaktmärkte, Vermittlungen, Swingerclubs oder Videos, um nur einige zu benennen. Sobald eine Kategorie angewählt wird, stellt Xlook die Web-Angebote mit deutscher Kurzbeschreibung vor. Dabei wird auch das Datum des Eintrags genannt, so daß sich neue Offerten leicht finden lassen. Eine Suchroutine fahndet zusätzlich gezielt nach Begriffen, die der Anwender eingibt. Die Seiten mit den höchsten Zugriffszahlen werden außerdem in einer Top 50 gesammelt.

Ebenfalls auf deutsche Sexangebote ist die Suchmaschine Sextip (http://www.sextip.de) abonniert. Sie kennt knapp tausend einschlägige Adressen aus den Sparten Amateure, Chat, Fetisch, Free Pics, Kontaktmarkt, Lesben, Sexmagazine und Star Pics. Wer eine Kategorie anwählt, liest passend zum Namen eines Angebots eine kurze deutsche Beschreibung, erfährt, wann der Eintrag erfolgt ist, und liest auch noch nach, wieviele Hits die Seite hat. Eine Unterteilung nach Soft- und Hardcore findet ebenfalls statt. Wobei im deutschen Web die Hardcore inzwischen fast ausschließlich durch ein X-Check-Vorhängeschloß (www.x-check.de) geschützt wird. Neuzugänge werden beim Sextip übrigens noch einmal in einer separaten Kategorie gelistet.

Sicherlich reichen die Surftips der Spezialsuchmaschinen bereits aus, um sich auf Wochen hinaus im Rotlichtviertel umzuschauen. Wer nach noch mehr Anregungen sucht, der findet in den Suchkatalogen meistens auch noch jede Menge Verweise auf weitere Sexsuchdienste und Linklisten. Oder man schaut sich halt in der internationalen Szene um, die Suchdienste wie Naughty (www.naughty.com) im Auge behalten.

Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, um im Web auf Touren zu kommen. Die Freeware Copernic 99 (http://www.stern.de/computer/shareware /1999/07/30/copernic.html) ist etwa dazu in der Lage, eine Sexanfrage an 30 große (normale) Suchmaschinen auf einmal weiterzuleiten. Bis zu 1000 URLs werden als Ergebnis gelistet, sortiert und dem Anwender mit Beschreibungen als Surfkatalog vorgelegt.

Das sollte fürs erste reichen, um genau die Angebote im Web zu finden, auf die man gerade heiß ist.

Ein Bericht von Carsten Scheibe, www.typemania.de

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