Home

Handy-Service

Foto-Galerie

Video-Galerie

Club-Magazin

· Schmoeker Ecke

· Literatur-Ecke

· News+Tipps

· Crazy World

· Porno-Stars

· Trendy

· Erotik-Guide

· Gimmicks

· Humor

· Web-Girls

· Lexikon

· Top-Links

· DVDs & Videos

Sex-Suche

Club-Memberbereich

Livestyle

Kunst-Galerie

Impressum



 
Geldhahn zudrehen

Wenn das Blut im Schwanz steckt und nicht mehr in der Birne, machen Männer merkwürdige Sachen. So zücken sie im Internet bedenkenlos ihre Kreditkarte, um die Daten in den Browser einzuhacken. Und das nur, weil ihnen anonyme Schönheiten grenzenlosen Sex hinter dem eisernen Vorhang versprechen. Der Katzenjammer hinterher ist groß.

Zittrige Hände tasten nach der Brieftasche. Ziehen einen Stapel Plastikchips heraus. Die EC-Karte fliegt in die Ecke. Die Bahncard landet im Aschenbecher. Die Fotos der Familie verstreuen sich über den Schreibtisch. Da endlich ist sie, die Kreditkarte. Im Stakkato wird ihr Zahlencode in den Web-Browser getippt, sozusagen als Sesam-Öffne-Dich-Code für die letzte Blockade, die den Mann an sich von seinem Paradies trennt. Das Versprechen, das Männer über jede Vernunft hinwegsehen und ihre Kreditkartendaten im Netz preisgeben lässt, heißt Sex. Die einschlägigen Sexclubs locken mit vielen tausend gestochen scharfen Pornobildern. Mit Live-Kameras, in denen man spannen kann, bis einem die vertrockneten Augen rausfallen. Mit Videofeeds, so zahlreich, dass keine Videothek da noch mithalten kann. Bunte Vorschaubilder, auf denen das entscheidende Detail im Verschleierungsfilter verschwindet, machen mit blinkenden Texten auf das Sex-Eldorado aufmerksam – Teaser, die nichts zeigen und alles versprechen. Meist sind die Kerle da schon stundenlang mit einem Ständer durchs Web geritten, immer auf der Suche nach einer Gelegenheit, mehr zu sehen, Befriedigung zu finden. Wenn die nicht kommt, nimmt die Geilheit überhand – und der Verstand setzt aus. Die Leute werden Mitglied in einem Sexclub.

Nachher, bei einer Zigarette, kommt der Online-Katzenjammer. Oft, weil Angst davor aufkeimt, wer nun auf verschlungenen Wegen alles in den Besitz der Kreditkartendaten gekommen ist. Oft auch, weil sich hinter dem bunt blinkenden Portal im Las-Vegas-Stil nur eine Bruchbude von einem Pornoclub versteckt hat, die gerade einmal ein dutzend unscharfe Fotos und einen einzelnen gescannten Pornofilm präsentiert. Und dafür dann 30 Dollar im Monat löhnen? Neeeh...

Das Sexeln im Internet kann ein dreckiges Geschäft sein. Das gilt vor allem im englischsprachigen Bereich, wo es kaum noch Regeln gibt und jeder macht, was er will. Kunden abzocken gehört hier oft einfach zum guten Ton mit dazu. Das ärgert die, die das Geschäft mit dem Sex ehrlich meinen – aber wie möchte man die von den anderen unterscheiden? Das ist den Kunden, die im „Aftermath of the orgasm“ schmoren, scheißegal. Sie möchten nur noch ihre Kohle wiederhaben, oder zumindest den Dauerauftrag für den nächsten Monat killen.

Wer beim Web-Onanieren nicht genau Buch darüber geführt hat, wo er wann im Taumel der Triebe hektisch eine Mitgliedschaft gebucht hat, steht auf dem Schlauch: Wie soll man eine Mitgliedschaft kündigen, wenn man gar nicht mehr weiß, wo man sie abgeschlossen hat? Selbst wer es weiß: Viele Sexclubs bieten, tataa, erst gar keinen Link zum Kündigen an. Klar, dass man so etwas immer erst hinterher merkt.

Noch halbwegs ruhig warten die meisten Abgezockten dann auf den Auszug der Kreditkartengesellschaft. Hier muss ja vermerkt sein, wer da abbucht. Ist es aber nicht. Wir haben Zettel gesehen, da stand ein 3-Buchstaben-Kürzel, dann die abzubuchende Summe und abschließend eine Telefonnummer in den Staaten. Rief man da an, meldete sich eine Telefonsex-Hotline vom Band. Gebührenpflichtig natürlich. Na prima. Und die Auskunft vom Kreidtkartenunternehmen meinte nur lapidar, sie könne keine einzelnen Aufträge sperren, sondern müsse dann gleich die ganze Karte einziehen.

Für alle Leidensgenossen unter den Erotomanen – es gibt Hoffnung. Immer mehr internationale Sexclubs möchten sich nicht mehr die Mühe machen, die Gelder der Mitglieder selbst einzutreiben. Sie beauftragen einfach ein anderes Unternehmen damit. Etwa iBill (www.ibillCS.com), deren URL oft auf den Abrechnungen auftaucht. Gibt man diese URL in den Browser ein, landet man auf der Homepage der Firma. Und hier kann man seine Mitgliedschaft stornieren – auch wenn man gar nicht mehr weiss, wo man sie überhaupt abgeschlossen hat. Einfach die Kreditkartennummer eingeben und einen Zahlencode vom Kontoauszug mit abtippen, das reicht bereits aus. Schade nur, dass diese seriös erscheinenden Zahlungssysteme nicht von allen Anbietern eingesetzt werden.

Hier bei uns im deutschsprachigen Erotik-Web ist die Szene kleiner und schwarze Schafe fallen schneller auf. Hinzu kommt, dass die deutschen Anwender sehr vorsichtig mit ihrer Kreditkarte sind. Der neue Trend im allemannischen Sexweb geht deswegen in eine andere Richtung: Immer häufiger muss der Besucher bei einer gebührenpflichtigen Homepage nicht mehr die Kreditkarte zücken. Sondern er ruft eine gebührenpflichtige 0190er Nummer an – wie beim Telefonsex. Am Ende von ein paar Minuten Gesabbel à 4 Mark pro Minute bekommt der Kunde ein Passwort mitgeteilt. Dann hat er bereits 10, 20 oder 30 Mark Telefonkosten bezahlt – und sich somit ehrlich gemacht. Mit dem Passwort kann ein geschützter Webbereich betreten werden. Das Gute an der Sache: Der Anwender gibt keine privaten Daten preis und kann nicht übers Ohr gehauen werden. Er muss nur seiner besseren Hälfte erzählen, was die teure 0190er-Zeile auf einmal in der Telefonrechnung zu suchen hat.

Ein Bericht von Carsten Scheibe, www.typemania.de

Weitere Themen :

Ramona Drews - Die Prinzessin von Mallorca
Venus 2001 Nachlese
Venus 2001
Erotik Kunst vom Feinsten
Das erotische Sekretariat
Erotische Kunst
Barbarella II
Newd Art
Nackte Akte
Platte Brüste
Sport Stars
Geldhahn zudrehen
In der Sex-Falle
Wer suchet, der findet
Fallstricke im Rotlichtviertel