Erotische Surftips
Heute alles umsonst
Wer im Internet sexeln möchte, kann die Brieftasche ruhig stecken
lassen. Es gibt eine große Anzahl kostenloser Angebote, die den
Süchtigen mit neuen Nacktfotos hübscher Mädchen versorgen.
Im Tausch gegen die sündigen Bilder muß man es sich nur gefallen
lassen, mit Werbung belästigt zu werden.
Ein Abstecher ins Rotlichtviertel im Internet kann so manchen unbedarften
Web-Voyeur teuer zu stehen kommen. Viele Angebote und Clubs schalten den
Zugang auf das einschlägige Hardcore-Angebot mit Fotos, Videos und
Live-Cams nur dann frei, wenn als "Altersnachweis" die Kreditkartendaten
in den Browser eingegeben werden. Für das Eintippen seiner Daten
erhält der Besucher in der Regel einen Gratis-Zugang, der für
eine Woche Spaß gut ist. Dann verwandelt sich der Gastzugang automatisch
in eine "preiswerte Mitgliedschaft", für die im Monat bis
zu 30 Dollar zu löhnen ist. Im Taumel der Lust übersehen viele
Männer diesen speziellen Passus im Online-Vertrag und schaffen
es dann nicht mehr, die regelmäßige Abbuchung zu stoppen, weil
sie prompt die URLs der Clubs vergessen haben, bei denen sie nachts einmal
einen verhängnisvollen Sexstop eingelegt haben. Und so ist es auch
nicht länger möglich, an die E-Mail-Adresse zur Kündigung
der Mitgliedschaft zu gelangen.
Wer die Kreditkarte im schummrigen Rotlicht des Webs lieber stecken läßt,
tut gut daran. Man kann sich ja auch gratis bestens amüsieren.
Unzählige
Homepage-Betreiber stellen Gratisangebote ins Netz. Meistens lassen sich
auf diesen Seiten zehn bis hundert Nacktfotos sichten, manchmal sind auch
ein paar Videos und Live-Cam-Mitschnitte dabei. Die dargebotenen Fotos
selbst stammen meistens aus dem Usenet, sind also "eigentlich"
illegal, weil vor Urzeiten einmal aus copyright-geschützten Magazinen
abgescannt. Einige Anbieter lizenzieren ihre Fotos aber auch ganz legal
von einer Agentur oder übernehmen sie gratis von einem großen
Online-Club, für den sie dann Werbung betreiben. Viele Anbieter kostenloser
Erotika zahlen auch nichts für den Speicherplatz ihrer Homepage,
sondern suchen Unterschlupf auf dem Server eines Clubs, der ihnen dafür
ein paar Megabyte zur Verfügung stellt. Als Gegenleistung muß
dann natürlich ein Werbebanner auf den Gratisseiten verankert werden.
Überhaupt: die liebe Werbung. Die meisten Anbieter kostenloser Sexbilder
arbeiten nicht Tag und Nacht an ihren Homepages, weil sie so lüsterne
Triebtäter sind. Das sind sie zwar meistens auch, aber im Endeffekt
geht es auch hier allein ums liebe Geld. Die Gratisseiten sind vollgepflastert
mit bunten, anzüglichen Werbebannern, die den Besucher "abwerben"
und auf gebührenpflichtige Angebote umleiten möchten. Für
jeden Hit auf einen dieser Banner gibt es Geld von den Inserenten für
den Webmaster so frischen viele Onliner ihr Budget auf, ohne sich
dabei großartig anzustrengen.
Die permanent präsente Werbung ist denn auch die einzige Crux der
Gratisseiten sie erlaubt es den Webmastern nicht, ein stimmiges
Layout aufzubauen und verschreckt mit ihren deutlich pornografischen Inhalten
auch die zarten Gemüter, die eigentlich nur neue softe Bikini-Mädchen
aus dem Netz fischen möchten etwa als Motive für die
Windows-Desktop-Tapeten.
Zarte Pflanzen der Lust
Die
Anbieter kostenloser Bilderdepots spezialisieren sich meist, um besonders
viele Besucher auf ihre Seiten zu locken. Dabei wird gerne getrickst,
wie die Web Site Teen
Sex: Beautiful Young Women beweist. Das Wort "Teen"
im Erotikbereich soll den Anschein erwecken, als würden sich hier
zarte Teenager der ersten Lust hingeben. Tatsächlich gehört
der Begriff "Teen" zu den Wörtern, die am häufigsten
in die Sexsuchmaschinen eingegeben wird die Leute stehen anscheinend
heftig auf blutjunge Mädchen. Natürlich halten sich selbst die
großen Sexdienste an die (amerikanischen) Gesetze und stellen keine
Fotos von Mädchen aus, die jünger als 18 Jahre alt sind. Aber
selbst die 18- und 19jährigen sind ja strenggenommen noch Teens.
38 softe Nacktfotos junger Mädchen locken denn auch bei Teen Sex
die lüsternen Mitdreißiger an. Die müssen zwar ordentlich
suchen, um zwischen all der vielen Werbung noch die Nacktfotos zu finden
sehenswerte Aufnahmen entschädigen aber für den Promotion-Overkill.
Auf der Teen-Welle reiten auch die Web-Sites See
some pretty Teens mit 30 Bildern und Young
Nude Beauties mit 64 Aufnahmen mit. Die Young Nude Beauties sind
wahrlich eine Sünde wert, da die Fotos in höchster Auflösung
daherkommen und junge, knackige Sexbomben zeigen, die sich frisch, frank
und frei der Kamera präsentieren.
Hot
Babes zum Draufklicken
Online-Spanner, die ihre Nackedeis nicht allzu jung mögen, achten
auf das Zauberwort "Babes", das meistens auf Frauen in den Twen-Jahren
hinweist. Tommy's
Babes stellt fünf hübsche Mädchen vor, die in allen
nur erdenklichen Posen in das Auge der Kamera blicken. Die Fotos selbst
sind erste Sahne, was daran liegt, daß sie von der bewährten
Internet-Agentur N&L lizenziert wurden. Schade ist allein, daß die
73 Gratis-Bilder verkleinert wurden, um so schneller von der Homepage
durch die Telefonleitung zum Rechner des Besuchers durchzurutschen.
Tolle Fotos hübscher Frauen gibt es gleich 25 mal bei Ultimate
Collection of Hot Babes und bei Beautiful
Blondes & Brunettes. Überhaupt lernt man recht bald den Geheimcode
der Sexbesessenen kennen. Das Wort "beautiful" ("schön")
ist sehr oft in den Namen der Homepages zu lesen, die sich einzig und
allein auf softe Fotos versteift haben. Schließlich lassen sich
diese Bilder sehr gut mit dem Attribut "schön" beschreiben",
während die Pornoseiten doch noch ganz andere Begrifflichkeiten kennen,
um auf ihre sündigen Angebote aufmerksam zu machen. Ganz im Sinne
des Beautiful-Codewortes finden wir auch noch die Gratis-Offerten Beautiful
Boops and Buns mit 18 Bildern und Beautiful
Pictures of Beautiful Women mit 80 Bildern im Web vor. Gerade
die Venesa-Talor-Seite ist einen Besuch wert, weil die angebotenen Bilder
wirklich erstklassig sind. Wunderschöne Mädchen, perfekt fotografiert
und schnell geladen was will man mehr?
Die meisten Erotikseiten, die kein Geld kosten, sind übrigens völlig
gleich nach Schema F aufgebaut. Auf der Eingangsseite muß man per
Buttondruck bestätigen, über 18 Jahre alt zu sein. Dann landet
man auf einer Thumbnail-Übersicht, die alle Bilder in der Miniaturvorschau
zeigt. Per Mausklick auf einen Thumbnail wird das dazugehörende Bild
in der Originalauflösung gezeigt. Impressumrmationen zu den Mädels,
interessante Texte oder weiterführende Angebote Fehlanzeige.
Dafür hagelt es eben Werbung satt.
Bei
vielen Gratisseiten greift inzwischen ein neues Werbekonzept, das man
kennen sollte, um nicht in die Irre geführt zu werden. Hier schalten
die Werbeinserenten einfach eine komplette Seite zwischen dem Eingangsschirm
und dem Bilderdepot eines Gratisdienstes. Nur ganz klein steht dann in
der Fußzeile dieser Seite der Vermerk "Bitte hier klicken,
um zum kostenlosen Angebot X zu gelangen". Wer auf eines der anderen
Bilder klickt, der landet sofort im Gastbereich eines gebührenpflichtigen
Clubs. Und merkt das noch nicht einmal.
Wer sich gar nicht sattsehen kann an hübschen, jungen und nackten
Dingern, der sollte unbedingt die Adresse von California
Babes mit in seine Bookmarks übernehmen. 14 junge Modelle
von Charlene bis Yvonne zeigen auf 40 gestochen scharfen Fotos, was sie
unter der Bluse und im Höschen versteckt haben. Da kann einem auf
der anderen Seite des Bildschirms schon ziemlich heiß werden
zum Glück gibt es ja Vibratoren, äh, Ventilatoren. Einen Nachschlag
von 20 weiteren Fotos bietet Exotic
Gorgeous Nude Babes hier ziehen sich die Mädels im
geschmackvoll eingerichteten Studio aus.
Für
jeden das Richtige
Es gibt unzählige Obsessionen, die im Web geritten werden. Und für
jeden läßt sich das passende Anghebot finden. Wer z.B. ein
Freund eines üppig ausgestatteten Brustmuskels ist, der wird bei
Whopping Huge Amazing
Tits gleich 30 mal bedient. Die drei Mädels Jennifer, Alyssa
und Michelle lassen sich nicht lumpen und zeigen, was sie in der prall
aufgeblasenen Bluse haben. Auch beim Big
Boop Beach gibt es 30 Megawhopper-Bilder, die nackte Busen zeigen,
die nicht mehr von dieser Welt sind. Dicke Möpse satt sind auch in
der genial titulierten Site F.B.I.
Female Breast Implants im Doppeldutzend zu finden. Wer nach diesem
wilden Ritt durch menschliche Gebirge immer noch nicht genug Masse auf
der Festplatte gespeichert hat, der kann auch noch in Gazongas
auf Bilderfang gehen. Die einzelnen JPEG-Bilder, die bei den einzelnen
Seiten im Schnitt zwischen 20 und 100 KB groß sind, lassen sich
übrigens ganz einfach auf die Festplatte übertragen: Sie werden
im Browser mit der rechten Maustaste angeklickt. Prompt lädt der
Browser ein Popup-Menü, in dem alle wichtigen Bilderbefehle versammelt
sind. Hier gibt es einen Speichern-Befehl, der die Bilddatei auf der Harddisk
speichert. Und es gibt einen Befehl, der das Motiv gleich als Hintergrundmotiv
in Windows einbindet.
Doch außer Gazongas gibt es noch mehr im Internet zu sehen. Bei
den Brown Sugar
Black Babes handelt es sich etwa um 40 dunkelhäutige Schönheiten,
die man auch nicht jeden Tag entblättert sieht weder am Baggersee
noch in einschlägigen Softsex-Gazetten.
Girls
on Wheels porträtiert 24 Mädels, die sich völlig
nackt auf Automotorhauben ausstrecken oder sich lüstern am Lederbezug
von Motorrädern reiben.
Wen es gemäß der eigenen erotischen Präferenzen eher in
den Orient treibt, der kommt bei den Free
Asian Girls voll auf seine Kosten. 30 Fotos zeigen die knospenden
Lotusblüten aus Japan, die mal im scharfen Bikini und mal ganz ohne
zu bestaunen sind.
Wer
suchet, der findet
Es ist für Einsteiger im Online-Sex-Zirkus nicht immer leicht, von
alleine zu den Gratisseiten im Web zu finden. Es lohnt sich dabei, spezielle
Suchmaschinen wie Naughty
oder Sextracker
zu verwenden, die entsprechend aufgeschlüsselte Indexes bieten.
Da die Betreiber der kostenfreien Erotikseiten oft unbeständig sind,
kommt es häufig vor, daß einzelne Seiten binnen kurzer Zeit
wieder aus dem Netz genommen werden. Funktioniert eine der abgedruckten
Adressen nicht mehr, so hat dies durchaus seine Richtigkeit es
gibt sie vielleicht nicht mehr.
Carsten Scheibe
(aus PINK 3/99)
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