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Reizung des männlichen Gliedes mit Mund und Zunge. Diese Praktik des Oralverkehrs kann sowohl von einer Frau als auch von einem Mann in einer homosexuellen Partnerschaft angewandt werden. Das Pendant hierzu ist die orale Reizung der weiblichen Genitalien, Cunnilingusgenannt. Werden von Mann und Frau beide Techniken gleichzeitig angewandt, so ergibt sich daraus die «Stellung 69». Die Kreise, die in den Zahlen «6» und «9» zu finden sind, stellen symbolisch die Köpfe der beiden Partner dar, während die gekrümmten Abstriche der Zahlen Beine und Leiber bilden. Diese kombinierte Praktik ist nicht so empfehlenswert, wie es auf Anhieb erscheinen mag, zumal sich beide Partner nicht gleichzeitig auf den Genuß, Reize zu empfangen und solche zu verteilen, konzentrieren können. Generell gehören oral-genitale Praktiken heute zu jeder kultivierten Partnerschaft. Sie werden meistens in das Vorspiel mit einbezogen. Seltener wird F. bis zum Orgasmus ausgedehnt, obgleich gegen das Schlucken des Spermas, vom gesundheitlichen Standpunkt her betrachtet, keine Einwände bestehen. Oral-genitale Praktiken bieten so unwahrscheinlich viele Variationsmöglichkeiten, daß zu diesem Thema spezielle Anleitungsbücher erschienen sind. Z. B. unterscheidet der amerikanische Autor G. Legman zwischen Irrumatio und Fellatio. Bei der Irrumatio verhält sich die Partnerin mehr oder weniger passiv, während der Mann koitusartige Bewegungen ausführt. Bei der F. bleibt der Mann völlig passiv, während er von der Fellatrice Initiativen erwartet, um sich verwöhnen zu lassen.


Eine versierte Fellatrice darf sich zu Recht rühmen, jedem einigermaßen potenten Mann zur Erektion verhelfen zu können. Es gibt keine bessere Stimulation für den Mann als Berührungsreize durch den Mund, Zunge und Finger. Die Einwirkung der Wärme und der Feuchtigkeit des Mundes, die Reizwirkung der Zunge - speziell unterhalb der Eichel - und die manuellen Berührungen der Hoden unter evtl. Einbeziehung der Afterregion bewirken hier Wunder. Zarte Berührungen des Hodensackes (Skrotum) per Hand oder Mund sind schon deshalb so wirkungsvoll, weil im Skrotum jeweils nur eine Temperatur von 35°-36° Celsius herrscht, auf die bei diesen Praktiken eine Temperatur des Partners von 37° Celsius einwirkt.

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