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Edgar Degas

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Akt 69eigentlich Hilaire-Germain Edgar de Gas (1834-1917), französischer Maler, Zeichner und Bildhauer.
Degas wurde am 19. Juli 1834 als Spross einer wohlhabenden Bankiersfamilie geboren und war zunächst für eine juristische Laufbahn bestimmt. Er nahm dann jedoch 1855 ein Studium an der École des Beaux-Arts auf und bildete sein bemerkenswertes zeichnerisches Können aus. Nach einem dreijährigen Italienaufenthalt (1856-1859) kehrte Degas nach Paris zurück und schuf Historienbilder und Porträts im streng klassizistischen Stil seines Lehrmeisters. Nach 1865 gab er unter dem Einfluss seines Freundes Édouard Manet die mythologisch-historischen Sujets auf und wandte sich zeitgenössischen Themen zu. Im Mittelpunkt steht immer wieder das Faszinosum des Weiblichen, vorrangig demonstriert an Mädchen aus dem Volk (Näherinnen, Wäscherinnen usw.) bei der Verrichtung ihrer Arbeit (Wäscherinnen mit Wäsche, 1876-1878, Sammlung Howard J. Sachs, New York; Die Büglerinnen, 1884-1886) und Boudoir-Szenen. Obwohl Degas das Interesse der Impressionisten an den Besonderheiten des Lichtes und ihrer adäquaten Wiedergabe teilte, zeigte er keinerlei Ambitionen hinsichtlich der Pleinair-Malerei und arbeitete stets im Atelier. Bestimmend für seine oft exzentrische Bildkomposition, die sich durch scheinbar willkürliche Ausschnitte und einen oftmals nach oben verschobenen Horizont auszeichnet, wurde die Konfrontation mit der Photographie und der Kunst des japanischen Farbholzschnittes.
Degas' kunsthistorischer Rang wurde erst postum erkannt. Heute gilt er als bedeutende Parallelfigur zu den Impressionisten, die er hinsichtlich der Motivwahl und der Kompositionsprinzipien an Modernität weit übertraf.

Edgar Degas und seine weit über einhundert Badeszenen

Weltberühmt sind seine Ölgemälde und Pastelle von Ballett-Tänzerinnen, deren Anmut er in unvergleichlicher Weise dargestellt hat. Unvergleichlich sind jedoch auch seine weit über einhundert Badeszenen, wobei manche von den Kunsthistorikern als "delikat" bezeichnet werden. Degas hat sein Modelle in allen erdenklichen "Badeposen" für die Nachwelt festgehalten - sogar bei der "intimen Toilette", wobei er allerdings seine Modelle fast immer von hinten oder von der Seite malte und nie über die Grenzen dessen hinausging, was als ungeschriebenes Gesetz der Kunst verstanden wird. Degas malte nicht nur Frauen vor und während des Bades, sondern auch beim Reinigen des Badezubers, beim Abtrocknen des Körpers oder beim Haarekämmen nach dem Bad. Noch erotischer wird er, wenn er seine Modelle nicht einzeln im oder am Zuber malt, sondern auch beim Nacktbaden zu zweit, dritt oder gar zu viert am Ufer eines imaginären Flusses oder Teiches. Degas hatte übrigens noch ein weiteres Standardmotiv, das nun mit schönen Frauen - ob angezogen oder nackt - nichts zu tun hatte. Degas malte auch viele Bilder von Pferderennen.

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