|
Ernst Fuchs
[vorheriger]
[nächster]
(*1930),
österreichischer Maler und Graphiker.
Die Arbeit erinnert an Courbets Bild "Der Ursprung der Welt".
Auch Fuchs zeigt Einblicke in weibliche Anatomie, die aber einen
mehr erotischen Charakter haben.
Weit geöffnete Schenkel, Scham und üppige Brüste
wirken durchaus einladend.
Das Motiv versinkt, typisch für Fuchs, in einem mystischen
Dunkel und zeigt eher eine Traumszene als Realität. Der Malstil
wirkt durch Verwendung des Pastells eher impressionistisch.
Fuchs wurde am 13. Februar 1930 in Wien geboren und studierte
von 1946 bis 1950 bei Albert Paris Gütersloh an der dortigen
Akademie. Fuchs gehört mit Erich Brauer, Rudolf Hausner,
Wolfgang Hutter und Anton Lehmden zu den Vertretern der Wiener
Schule des Phantastischen Realismus. Seine von der Mythologie,
dem Alten Testament, der Kabbala oder auch von Traumerlebnissen
inspirierten Bilder zeigen unwirkliche Phantasiewelten. Die altmeisterliche
Maltechnik, in der seine Gemälde und Radierungen gehalten
sind, erinnert an Maler wie Hieronymus Bosch oder Salvador Dalí
und weist Elemente des Wiener Jugendstils und der Malweise des
Surrealismus auf. Charakteristisch sind seine überlangen
Gestalten, die an manieristische Figuren erinnern. 1966 erschien
sein Buch Architectura Caelestis. Seit 1968 entwirft Fuchs auch
Kostüme und Bühnenbilder für die Oper und Ballettaufführungen.
Seit Anfang der achtziger Jahre veranstaltet er Multimedia-Ereignisse,
in denen er Musik mit gesprochenen Worten und Bildern kombiniert.
Dabei singt er oft selbst oder rezitiert Gedichte. Fuchs entwirft
alle Arten von Gebrauchsgegenständen wie Geschirr, Möbel
und Dekorationsstoffe.
Galerie-Übersicht
|