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Jeff Koons
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(*1955),
amerikanischer Künstler, dessen Werk vor allem in den achtziger
Jahren durch Zitate aus der Populär- und Kitschkultur zu
provozieren versuchte.
Koons wurde in York (Pennsylvania) geboren und studierte zwischen
1972 und 1976 zunächst am Maryland Institute College of Art
in Baltimore sowie an der School of the Art Institute in Chicago.
1976 zog er nach New York, wo er anfangs an der Börse arbeitete.
Angeregt von der Pop-Art-Bewegung der sechziger Jahre, beschäftigte
sich Koons mit den Geschmacklosigkeiten der modernen Konsumgesellschaft,
die er, meist im neuen Kontext des Museums, zu ironischen Ikonen
arrangierte. Dabei imitierte er die Ästhetik von Werbung
und Pornobranche oder verfremdete Skulpturen des Rokoko durch
glänzenden Edelstahl.
1990
machte sich Koons durch Vermarktung seiner Person selbst zum Objekt
des Kunstbetriebs. Zu dieser Selbstinszenierung gehört eine
von Madonnenschnitzern in Oberammergau nach seinen Entwürfen
angefertigte Skulptur in Lebensgröße, die ihn nackt
neben der italienischen Softporno-Darstellerin Cicciolina (in
Reizwäsche) zeigt. Sie wird, nachdem sie auf der Biennale
in Venedig zu sehen war, inzwischen in der Sammlung Ludwig in
Aachen ausgestellt. Die Heirat mit Cicciolina 1991 und die Geburt
eines gemeinsamen Kindes wurden Bestandteil einer groß angelegten,
narzisstisch sich gebenden Medienkampagne, welche die Gesetze
des Kunstmarkts einmal mehr in Frage stellte.
Galerie-Übersicht
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