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Helmut Newton
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(*1920),
australischer Photograph, spezialisiert auf Mode-, Akt- und Werbephotographie.
Helmut Newton wurde am 31. Oktober 1920 in Berlin geboren, ist
aber australischer Staatsangehöriger. 1936 begann er eine
Lehre bei der Berliner Mode-, Porträt- und Aktphotographin
YVA. 1938 emigrierte er über Singapur nach Australien, wo
er erste Photoarbeiten veröffentlichte. Nach kurzem Aufenthalt
in London ließ er sich 1957 in Paris nieder. In den sechziger
und siebziger Jahren wurden seine Photographien in der französischen,
amerikanischen, italienischen und englischen Vogue, in Elle, Marie-Claire,
Jardin des modes, American Playboy, Nova, Queen und dem Stern
veröffentlicht. Erst 1975 hatte er seine erste Einzelausstellung
in der Galerie Nikon (Paris). Seither ist Newton mit zahlreichen
bedeutenden Preisen ausgezeichnet worden, wie z. .B 1977/78 mit
dem Preis des American Institute of Graphic Arts für sein
erstes Photobuch White Women, 1978/79 mit der Goldmedaille des
Art Directors Club Deutschland für das beste Pressephoto
und 1991 mit dem World Image Award für das beste Porträtphoto.
1992 wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik
Deutschland ausgezeichnet.
Typisch für Newtons Stil ist das Umkreisen des Themendreiecks
aus Mode, Luxus und Erotik, das er beständig variiert (exemplarisch
zu sehen etwa bei seinem Bild Manhattan at night von 1978). Da
in seiner Photographie Sexualität und Aggressivität
häufig thematisiert werden, strebte die Herausgeberin der
feministischen Zeitschrift Emma, Alice Schwarzer, Mitte der neunziger
Jahre gegen Newton einen Prozess wegen der Verherrlichung von
Gewalt gegen Frauen an, den dieser jedoch gewann. Seit 1981 lebt
er in Monte Carlo.
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