|
|
 |
  |
| Milo Manara, 1945 in Bozen geboren, gelang
1978 mit dem Album "Der Affenkönig" (dt. 1983) nach
einem Szenario von Silverio Pisu der Durchbruch als Comic-Zeichner.
Zuvor war der damalige Architekturstudent bei einem Bildhauer in
die Lehre gegangen und während seines Studiums als Plakatmaler
für das maoistische Künstlerkollektiv "Miraculo"
tätig. |
 |
| Bereits seit 1970 hatte Manara auch für die Fumetti
Neri (italienische Porno-Comics) gearbeitet, so von 1971 bis 1973
an "Jolanda". Zu einem großen Erfolg wurde ab 1978
die für das neu aus der Taufe gehobene Magazin "(A Suivre)"
begonnene Tetralogie um die Figur des Giuseppe Bergmann ("Das
große Abenteuer", "Ein Autor sucht sechs Personen",
"Tag des Zorns", "Ein Traum...vielleicht"; dt.
zuletzt 1995 als Gesamtausgabe), die er bis 1987 zeichnete. |


 |
| Gleichzeitig entstanden zahlreiche weitere Arbeiten,
darunter "Mann aus Papier" (1981), "Außer Kontrolle"
(1982), "Der Duft des Unsichtbaren" (1986) und diverse
Kurzgeschichten für europäische Magazine. Die meisten
Comics dieser Jahre sind dem erotischen Genre zuzurechnen, für
das Manara seit seinen Fumetti-Neri-Tagen ein besonderes Faible
hegt. |

 |
| Für internationales Aufsehen sorgte 1983 Manaras
Zusammenarbeit mit dem von ihm verehrten Hugo Pratt, der für
ihn das Szenario zu "Ein indianischer Sommer" schrieb.
1990 erschien "Die Reise nach Tulum", und wieder hatte
Manara wegen seines Szenaristen eine große Presse: Diesmal
war es kein Geringerer als Federico Fellini, der mit seinen Drehbuchmotiven
die Vorlage für den Comic-Zeichner lieferte. 1991 erschien
der nicht-erotische Band "El Gaucho", der wiederum nach
einen Szenario von Pratt entstand. Seitdem erschienen Fortsetzungsbände
zu "Außer Kontrolle", "Der Duft des Unsichtbaren"
und, neben weiteren Erotik-Bänden, 1998 mit "Zu schaun
die Sterne" wieder ein neuer Band mit Giuseppe Bergmann. |
 |
|
|
|
|
|
 |